Zahnspange trotz Parodontitis & Implantat?
Was bei Vorerkrankungen möglich ist – ehrlich erklärt von Dr. Philipp Meyer.
Kurz erklärt
Eine Zahnspange ist trotz Parodontitis möglich – Voraussetzung: die PA ist behandelt und seit mindestens 3 Monaten stabil. Invisalign und Lingualtechnik sind erste Wahl, weil sie sanftere Kräfte ausüben. Implantate, Kronen und Brücken sind kein Hindernis – wir planen die Behandlung um sie herum. Bei wurzelbehandelten Zähnen sind engmaschige Röntgenkontrollen alle 6 Monate Pflicht.
Medizinisch geprüft
von Dr. Philipp Meyer, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie · 10+ Jahre Erfahrung
Vorerkrankungen im Überblick
Was bei welcher Diagnose möglich ist.
| Vorerkrankung | Möglich? | Empfohlene Methode | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Parodontitis (behandelt, stabil) | Ja | Invisalign / Lingualtechnik bevorzugt – sanftere Kräfte | Vorbedingung: 3-monatige Stabilität nach PA-Behandlung |
| Parodontitis (aktiv, unbehandelt) | Nein | Erst PA-Behandlung beim Parodontologen | Behandlung würde Knochenabbau beschleunigen |
| Implantate | Ja | Aligner, ggf. Lingualtechnik – Implantate als Verankerung nutzbar | Implantate bewegen sich nicht – KFO-Plan anpassen |
| Kronen / Brücken | Ja | Aligner ideal – kein Brackets-Kleben auf Keramik | Brücken müssen ggf. vor KFO getrennt werden |
| Wurzelbehandelte Zähne | Ja | Sanfte Kräfte – Aligner oder Lingualtechnik | Höheres Wurzelresorptionsrisiko – engmaschige Kontrolle |
| Diabetes (gut eingestellt) | Ja | Standard-Methoden möglich | HbA1c < 7 – sonst erhöhtes PA-Risiko |
| Osteoporose / Bisphosphonate | Eingeschränkt | Nur leichte Korrekturen, keine Extraktionen | Rücksprache mit Hausarzt zwingend |
Häufige Fragen bei Vorerkrankungen
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